Rechtliche Lage binationaler Ehen

Im Zuge der Globalisierung und der Einheit Europas sind binationale Ehen heute eine Selbstverständlichkeit. Für die Kinder aus gemischten Ehen bringen die beiden Kulturen meist nur Vorteile mit sich. Alleine die Möglichkeit, zweisprachig aufzuwachsen und auch die Tatsache, dass man mit zwei Staatsbürgerschaften beruflich später mehr Möglichkeiten haben kann, spricht dafür. Auch für beide Ehepartner ist eine Familiengründung mit Verwandtschaft in zwei Ländern mit vielen interessanten Vorteilen verbunden. Da steht der Urlaub in Spanien bei den Großeltern mindestens einmal im Jahr auf dem Plan und man selbst hat eine zweite Heimat und ein weiteres soziales Netz gefunden. Doch wie sieht es eigentlich mit der rechtlichen Lage binationaler Ehen aus? Haben diese Eheleute die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie die, die Ehepartner aus dem gleichen Land haben?

Die kulturelle Zugehörigkeit wird nicht übergangen

Die Auflösung einer Ehe nach dem gültigen Recht ist im natürlichen Sinne die Scheidung. Dies gilt grundsätzlich auch für binationale Ehen. Kommen zwei Ehepartner aus unterschiedlichen Ländern und besitzen verschiedene Staatsangehörigkeiten, so gilt das Eherecht des Staates, in welchem die beiden Menschen ihren gemeinsamen, gewöhnlichen Aufenthalt haben. Dies meint den Lebensmittelpunkt. Haben beide Personen ihren Wohnsitz in Deutschland, so gilt meist das deutsche Gesetz für die rechtlichen Belange der Ehe. Es besteht aber auch eine Möglichkeit der Rechtswahl. Damit soll den kulturellen Wünschen der Zugehörigkeit Rücksicht genommen werden. Im konkreten Beispiel bedeutet das, dass ein Engländer, der hier in Deutschland eine deutsche Staatsbürgerin heiratet, das Recht des Staates wählen kann, dem er zugehört.

Notare haben die Kompetenz

Da sich die rechtlichen Bestimmungen immer wieder ändern und es für binationale Ehen oftmals schwierig ist, sich durch den Rechtsdschungel zu finden, gibt es Notare, die in diesem Bereich qualifiziert sind und zu Rate gezogen werden können, wie zum Beispiel der Notar Neie (http://notar-neie.de/). Notare sind unparteiische Berater und können Verträge erstellen. Die finanziellen Fragen rund um das Thema können auch hier vertraglich geklärt werden. So wird die rechtliche Lage binationaler Ehen in Deutschland und Europa verständlicher für Laien.