Jobcoaching: Zurück ins Arbeitsleben

Für viele ist es der Tiefpunkt des eigenen Lebens: dauerhaft keinen Arbeitsplatz zu finden. Das fehlende Einkommen zwingt Betroffenen einen niedrigeren Lebensstandard auf. Sie müssen alte Gewohnheiten ablegen und oft mit deutlich weniger zurechtkommen. Spätestens nach einem Jahr, wenn das Arbeitslosengeld I ausläuft, kommt es für die meisten Menschen zum Existenzbruch. Mit Hartz IV verlieren viele auch ihre soziale Anbindung, Freunde und Bekannte halten seltener Kontakt. Tagesstrukturen werden dann mit der Zeit oft aufgegeben, ohne Ziel lohnt sich auch kein Plan. Die wenigsten schaffen den erneuten Aufschwung und den Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit zurück ins Arbeitsleben.


Hilfe von außen

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich nicht zu verlieren. Neben der Hilfe von Angehörigen, können auch Jobcoachings neue Perspektiven aufzeigen. Hier stehen Betroffenen geschulte Berater zur Seite, die einerseits ganz empathisch und individuell auf die spezifische Situation eingehen und andererseits realistische Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufzeigen können. Die Bandbreite des Coachings ist dabei groß: Von der Feststellung der eigenen Fähigkeiten über die Berufswahl bis hin zum Bewerbungstraining bieten die erfahrenen Experten viele verschiedene Angebote. Gute Anbieter setzen grundsätzlich nicht auf Standardschulungen, sondern bieten maßgeschneiderte Konzepte an.

Die Berater sprechen zudem auch gezielt immer wieder spezifische Bevölkerungsgruppen an. So ist es für Arbeitnehmer über 50 oftmals eine besondere Herausforderung, wieder in das Berufsleben zu finden. Die Chancen sind statistisch gesehen deutlich geringer als bei Jüngeren. Dennoch lohnt es sich, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, denn mit der richtigen Hilfe, können auch hier neue Pfade eingeschlagen werden. Auch Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund profitieren von spezifischen Beratungsangeboten, die ihnen helfen, sprachliche und kulturelle Hürden zu überwinden und juristische Einschränkungen besser kennenzulernen.

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

Bei vielen Anbietern können die Kosten für das Coaching durch einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) gefördert werden. Auf diesen haben ALG I-Empfänger nach einer Dauer von 6 Wochen ab dem Zeitpunkt der Meldung bei der Agentur für Arbeit einen Anspruch. Auch Hartz IV-Empfänger haben die Möglichkeit, einen solchen Gutschein zu erhalten. Fachportale wie das der GFN informieren auf ihren Seiten wie https://www.vermittlungsgutschein.de/ umfassend zum Thema.