Bessere Verkehrserziehung in Schulen und Fahrschulen

verkehrsschildObwohl Deutschland im Ländervergleich zwar sehr gut abschneidet, hat man das Problem, dass nach wie vor Unfälle im Straßenverkehr passieren, die man vermeiden könnte. Dies liegt vor allem an den jungen Fahrern, da Unfälle oft von Fahranfängern verursacht werden. Ihnen fehlt oft die nötige Routine und die Erfahrung, Situationen im Straßenverkehr richtig einschätzen zu können und richtig darauf reagieren zu können.

Ein entscheidender Vorteil in Deutschland war vor ein paar Jahren die Einführung des Führerscheins mit 17 Jahren. Hierbei können Jugendliche bereits mit 17 Jahren einen eingeschränkten Führerschein machen. Das bedeutet, dass sie zwar selbst fahren dürfen, allerdings immer nur mit Begleitpersonen, die auch im Führerschein erwähnt sein müssen. Oft sitzen also im ersten Jahr des Fahrens die Eltern am Beifahrersitz. Sie können wertvolle Tipps geben. Somit verfügt der Fahranfänger bereits über mehr Fahrerfahrung, bevor er alleine im Straßenverkehr unterwegs ist.

Um die Unfallzahl drastisch zu reduzieren müsste allerdings die Verkehrserziehung einen größeren Stellenwert einnehmen, auch in normalen Schulen. Bereits dort sollte man Verkehrsschilder kaufen und es sollte regelmäßig ein sogenannte verkehrserziehender Unterricht stattfinden. Dies würde helfen, dass sich Jugendliche immer wieder mit den Regeln des Straßenverkehrs auseinandersetzen.

Damit die Verkehrsschilder nicht zur zum zusätzlichen Üben Nutzen haben, könnte man beispielsweise richtige Klausuren und Prüfungen im Bereich der Verkehrserziehung einführen. Allerdings wären wir hierbei wieder beim Hauptproblem, das Schulen oft haben. Um die Verkehrserziehung in das Schulleben zu integrieren, müssten die Lehrpläne völlig neu überarbeitet werden.

Wer sich in den vergangenen Jahren ein wenig mit der aktuellen Schulpolitik befasst hat, weiß, wer daran alles beteiligt ist und wie schwer es ist, die Herren der Schulreform von anderen Methoden des Lehrens zu überzeugen. Einen Versuch wäre es jedoch zumindest einmal wert.

Bild: Gisela Peter www.peter-gisela.de  / pixelio.de